Herzlich Willkommen auf den Seiten von unseren Hunde - Oldies
Herzlich Willkommen auf den Seitenvon unserenHunde - Oldies 

Yuna, vermutlich im Jahr 2000 geboren (+/- 2 Jahre), seit April 2010 bei uns und in der Nacht vom 17.01.2012 völlig unerwartet verstorben

Yuna, von einer kleinen "Beisswurst" zum freundlich-fröhlichem Weggefährten.

 

Unser kleines dickes Dingelchen, unsere mokkafarbene Yuna, kam am 10.04.2010 zu uns. Ihre Vorgeschichte war geprägt von einem langen, schweren - manchmal nur knapp zu überlebenden- Weg. Nur schwer und teilweise lies sich ihr bisheriger Lebensweg rekonstruieren, aber das Wenige was wir über sie in Erfahrung bringen konnten, reicht für mindestens 3 ganze Hundeleben und mit Sicherheit fehlen uns dennoch sehr viele Teile aus dem Puzzlespiel rund um Yunas Existenz.

Bilder von ihr, die kaum einer kennt.. die uns aber viel über das bisherige Leben von diesen kleinen Hund erzählten. Die Mimik und Haltung der kleinen Hündin auf diesen Bildern hat uns doch recht betroffen gemacht und schon sehr viel verraten.

Bevor Yuna zu uns kam, war sie geprägt von Misstrauen, flüchtete stets irgendwo unten drunter, von wo aus sie dann fixieren und aus dem Rückhalt zuschlagen konnte. Aufgrund ihrer kleinen Größe verschwand sie recht mühelos unter Schränken, Sideboards und Regalen. Bis ich sie überhaupt zu greifen bekam, dauerte es damals über eine Stunde. Als ich sie endlich hatte, hätte ich sie nicht mehr losgelassen, um keinen Preis der Welt. Die kleine Maus war so voller Panik und biss derart um sich, dass es zwei weiterer Hände bedurfte um ihr ein Halsband und ein Geschirr anzuziehen. Zweimal gelang es ihr sich aus beidem wieder herauszuwinden, beim dritten Mal war es dann ein Zugband und ein anders geformtes Geschirrchen - sie schaffte es nicht mehr, es abzustreifen. Klein Yuna wehrte sich ganz entschieden dagegen "angezogen" zu werden und war danach reichlich abgekämpft. Aber irgendwie musste man sie ja schließlich festhalten können. Bevor sie sich lange versah, saß sie in der Autobox und trat die Reise mit zu uns an. Sie war mindestens ebensso verdattert wie Micha als ich sie ins Auto setzte und einfach mitnahm.

Sie kam ungeplant in unsere Familie, aber es war wohl so das Beste für sie und sie sollte auch nicht bleiben, wir wollten für die Kleine eigentlich einen guten und liebevollen Platz suchen... Eigentlich -- und dann kam es doch anders, wie schon so oft.

In ihren ersten Stunden bei uns war sie bockig, angesäuert, misstrauisch, nicht wirklich für ihre Umwelt zugänglich. Viel zu dick und missmutig saß sie auf ihrem kleinen dicken Hintern, draussen auf unserer Terrasse, und schmollte die ganze Welt an.. *bei der Erinnerung daran muss ich nun doch lächeln*

Yuna in den ersten Stunden bei uns. 

Unsere anderen Hunde taten das, was sie bei Neuzugängen immer tun.. kurz schnuffeln, für gut befinden und es dann gut sein lassen. Am besten erst mal gar nicht weiter beachten.. Einzige Ausnahme, unsere Zwerdackelin Nina, die machte dem Neuzugang zunächst sehr deutlich, dass sie die Chefin im Ring ist und unsere kleine dicke Yuna gab nach. Lies sich von der kleinen roten Gewitterwolke in eine Ecke drängen, von wo sie zunächst nicht mehr rausdurfte und wartete geduldig darauf, dass einer kommen und den sichtbar angesäuerten Dackel aus dem Weg nehmen würde. Drei Tage ging dieses Spiel, dann beendete ich diese Szenen mit klaren Worten an Nina.  Es darf ja geguckt werden -- aber NICHT so!   *lächel*

Am nächsten Tag fing unsere Mokkamaus allmählich an zu begreifen, dass ihr hier keiner ans Leder wollte und sie nahm vorsichtig unsere Verfolgung auf.

Sie traute sich noch nicht so wirklich heran. 

aber sie kam nun doch schon mal gucken.

Nach und nach traute sie sich mehr zu, kam dichter, wollte auch gestreichelt werden, wenn die anderen Hunde gestreichelt wurden...

Klein Yuna stellte sehr schnell fest, wenn Herrchen sie hoch nahm, war das gar nicht schlimm.

Nach relativ kurzer Zeit kuschelte sie sich in seinen Arm. Micha strahlt eine enorme Ruhe aus und dieser kleine, verstörte Hund brauchte genau das. Endlich zur Ruhe kommen und Vertrauen haben dürfen war so wichtig für sie..

Im laufe der nächsten Wochen entwickelte sie sich gut. Sie fasste Vertrauen zu uns, attackierte nicht mehr aus dem Nichts heraus und begann sogar unseren Besuchern freundlich entgegen zu kommen. Sie speckte mächtig ab, wurde fröhlich und beweglich. Flott trabte sie auf ihren Pfötchen umher, ging - als sie endlich begriffen hatte, dass Halsband, Geschirr und Leine ihr nichts tun, super gern und heftig mit der Rute wedelnd Gassi. Ihr fröhliches und übermütiges "Wäff!-Wäff!" beim losgehen habe ich heute noch im Ohr.

Unsere kleine Maus war überglücklich wenn man ihr ein kleines Stofftierchen zum spielen und herumtragen gab. Sie hat ihre Stofftierchen auch nie kaputt gemacht und sehr geliebt. Ohne ihre "Bärchen" war unser Yunettchen nur ein "halber" Hund

Yuna begriff sehr schnell was sie durfte und was sie nicht durfte. Sie wußte genau, wer hier füttert und das sie immer ihren Anteil bekam. Sie wartete nicht gern auf ihr Futter, war ungeduldig, hüpfte von Korb zu Korb, begleitet von einem übermütigen "Wäff!". Oftmals wartete sie dann auch in dem Korb, der der Anrichte am nächsten stand, Vorderpfötchen auf dem Rand abgelegt, die Nase drauf geparkt, dass Hinterteil aber stand, der Wedel ging ohne Pause dabei und sie "quasselte" dabei erwartungsvoll vor sich hin.

Unsere Kleine hat immer gern und gut gefressen..

Nach ein paar Wochen und zwei schiefgelaufenen Versuchen, sie in einem neuem Zuhause unterzubringen, beschloßen wir, sie bleibt bei uns. Yuna hatte sich hier eingewöhnt, prima angepasst, verstand sich gut mit unseren anderen Hundedamen - inzwischen auch mit Nina - und ergänzte das Rudel perfekt. Sie begleitete uns auf Veranstaltungen, war Zuhause stets in meiner Nähe, schmuste inzwischen für ihr Leben gern mit uns. Yuna war ungeheuer verspielt, lebensfroh und anhänglich. So anhänglich, dass sie nur laut weinend alleine mit den anderen Hunden zuhause bieb. Wenn wir das Haus verliessen, ging bei Yuna die Welt unter. Sie lernte zwar, dass wir immer wiederkommen und lautes Weinen nicht unbedingt gewünscht war.. aber es dauerte und so ganz lies sie es nie bleiben. Im Nachhinein tut es mir sehr leid, dass ich ab und zu sehr mit ihr geschimpft habe, weil sie so jammerte wenn ich fortging, denn dann war sie immer sehr traurig und krabbelte mit hängendem Schwänzchen und Öhrchen in ihren Korb. Sie wollte doch einfach nur dabei sein, nicht wieder vergessen und verlassen werden.. - auch wenn sie wußte, wir kommen wieder, so ganz hat sie diese Angst nicht mehr ablegen können.

Sie hatte zu mir eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. Das zu erklären ist schwer. Sie wußte zum Beispiel genau ab wann ich wach war. In dem Moment wo ich morgens die Augen aufschlug hörte ich, wie sie unten in der Küche aus ihrem Korb sprang und erwartungsvoll mit den Pfötchen zu trippeln begann. Ich brauchte sie auch nicht rufen, wenn ich was von ihr wollte - ein Gedanke an sie und sie kam heran geflitzt. Dieser Hund hatte eine "Antenne" für meine Gedanken entwickelt. Yuna war "mein" Hund, sie hing mit Leib und Seele an mir.  Sie war seelig und überglücklich wenn sie in meiner Nähe sein konnte.

Unsere kleine dicke Beisswurst hatte sich innerhalb weniger Monate zu einem normal reagierenden, freundlich - fröhlichen Hund entwickelt, der jede freie Minute, die wir hatten, an unserer Seite verbrachte.

Yuna war allmählich ein fröhlicher und ausgeglichener kleiner Hund geworden.. 

verspielt

aufgeweckt..

Yuna und Nicki spielten viel miteinander. Die beiden Hundemädchen hatten sich gesucht und gefunden..

Mokkamaus Yuna verbrachte nur etwas mehr als 1,5 Jahre bei uns.

Unsere gemeinsame Zeit war so begrenzt - und wir wußten es nicht.

Sie verstarb für uns vollkommen unerwartet an einer Virus-Infektion.

Unsere kleine "Spitzmaus" ging in der Nacht des 17.01.2012 über den Regenbogen.

Gute Reise geliebtes kleines, dickes Dingelchen..

Yuna, es tut uns unendlich leid, dass wir in deinen letzten Stunden nicht bei dir sein konnten. 

Auch wenn unser gemeinsamer Weg nur kurz war, Yuna, wir werden dich nie vergessen. 

**** ENDE ****

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© Silvia Gittelmann